Schulentwicklung

Schulen sind natürlich lehrende Organisationen, müssen aber auch lernende sein, da sich die Anforderungen und Möglichkeiten ständig ändern. Aus Sicht der Schulleitung wie auch weiten Teilen des Kollegiums muss sich das Gymnasium Überlingen laufend weiter entwickeln, wobei andererseits Entwicklungen und Veränderungen auch Zeit gelassen werden muss, sich zu entfalten.
Für die Schuljahre 2015 bis 2016 stehen die Änderungen durch die Bildungsplanreform 2016 im Vordergrund. Gleichzeitig werden die Veränderungen, die wir in den letzten Jahren erfolgreich angestoßen haben, konsequent fortgeführt, zumal sie mit den Bildungsplanänderungen schlüssig einhergehen.
Formale Grundlagen sind die Änderungen des Bildungsplans, die unter Bildung stärkt Menschen eingesehen werden können, sowie unsere Ziele, die für die nächsten 4 Jahre von den Schulgremien beschlossen und mit dem Regierungspräsidium abgestimmt wurden:

  • Abgestimmte Kriterien zur Leistungsmessung und Rückmeldung der Noten in allen Fachschaften sind schriftlich festgelegt und den Betroffenen bekannt.
  • Es gibt binnendifferenzierte Angebote in allen Unterrichtsfächern verschiedener Klassenstufen.
  • Individual-Feedback [= Schüler-Lehrer-Feedback, kollegiale Hospitation] wird regelmäßig im Schuljahr durchgeführt und kommuniziert; und daraus werden Konsequenzen abgeleitet.
  • Die Schulziele sind der Schulgemeinschaft bekannt und sind zu einem Slogan („Claim“) verdichtet.

Darüber hinaus gelten die Schulziele des Gymnasiums Überlingen als leitende Ziele.

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Die Schulleitung sieht sich dem kooperativen Führungsstil verpflichtet und betrachtet Schule als eine lehrende und lernende Organisation. Eine gute Beziehungsarbeit, Offenheit, Zutrauen und Eigenverantwortung, sachliche Klarheit und Kompetenz bilden die Basis für jede Schulentwicklung. Zielorientierung, Kommunikation und Teamarbeit, effektive Strukturen, Feedback, Evaluation und Weiterentwicklung sowie eine dauernde Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Vorstellungen guter Schule und guten Unterrichts sind notwendige Instrumente auf dem Weg zur laufenden Qualitätsverbesserung. Visionen und Vorstellungen von der künftigen Entwicklung sollten im Kollegium leben, müssen von der Schulleitung laufend im Blick gehalten, auf Sinnhaftigkeit geprüft, weiter entwickelt und in die innerschulische Diskussion eingebracht werden. Das Fundament bilden die Schulziele, die 2010 vom Kollegium formuliert wurden und auf deren Basis Indikatoren und Maßnahmen entwickelt wurden und werden.
Der engen Kommunikation dient das persönliche Gespräch mit den Beteiligten - per verlässlicher, auch kurzfristiger Terminvereinbarung über das Sekretariat, in den Pausen oder, wenn es der Terminplan erlaubt, bei offener Tür. Daneben erfolgt der mündliche Austausch in den institutionalisierten Gesprächsrunden (Leitungsteam, ÖPR, SMV, Elternbeiratsvorsitzende, Schulsozialarbeiterin, Sekretariat) sowie den schulischen und außerschulischen Gremien. Der schriftlichen Kommunikation dient wesentlich der Mailverteiler [[email protected], bei mehrfach vorhandenen Nachnamen ([email protected]). Dabei wird erwartet, dass alle ihre Mail-Postfächer mehrfach in der Woche beachten, jedoch nicht zwingend am Wochenende.

Außerdem dienen die Postfächer im Lehrerzimmer der Informationsübermittlung, die an jedem Schultag der Lehrkraft eingesehen werden müssen. Zudem informiert im Lehrerzimmmer ein Monitor über den Vertretungsplan, ein weiterer mit
gelbem Hintergrund über aktuelle Termine und Kurzhinweise für die laufende Woche. Online verfügbar ist für das Lehrerkollegium sowie das Sekretariat das Schulportfolio mit Vertretungsplan sowie die Homepage. Im Lehrernetz befindet sich zudem das digitale Verzeichnis „Fächer“ zum Materialaustausch der Fachschaften. Stellwände und Aushänge befinden sich ebenfalls im Lehrerzimmer und dienen auch der Information über den Arbeitsstand von Projekten und der schriftlichen Rückmeldung des Lehrerkollegiums dazu.

Die Kommunikation nach außen erfolgt ebenfalls primär über persönliche Gespräche und natürlich ebenfalls per Mail, die zeitnah geführt, bzw. beantwortet werden. Zudem informiert die Homepage über Termine, Veranstaltungen und grundlegende Regelungen. Zudem befindet sich der Vertretungsplan für Schüler und Eltern einsehbar in einem passwortgeschützten Raum. Alle am Schulleben Beteiligten sind aufgefordert, über ihre Projekte, Veranstaltungen und Regelungen über die Homepage zu informieren. Darüber hinaus erscheint alle zwei Jahre das Jahrbuch der Schule.

Auch die Eltern sind über einen Mailverteiler erreichbar, sodass eine rasche Information der gesamten Elternschaft als auch der Eltern einzelner Klassen möglich ist und Kopien eingespart werden. Elternbriefe an alle vermitteln grundlegende Informationen, über Veranstaltungen für einzelne Klassenstufen werden so nur die betreffenden Eltern informiert. Besonders wichtige Informationen an einzelne Eltern werden darüber hinaus auch per Post versandt. Eine möglichst langfristige Terminplanung soll Unterrichtsausfall reduzieren und dient der frühzeitigen Infomation über Veranstaltungen und deshalb ggf. abwesende Schüler und Lehrer. Der Terminkalender wird von Sekretariat und Schulleitung tagesaktuall geführt.

Grundsätzlich beschreibt das Schulgesetz die Kompetenzen der Gremien, insbesondere des Schulleiters (§41 SchG), der mind. viermal jährlich tagenden Gesamtlehrerkonferenz und ihrer Teilkonferenzen (§§44-46 SchG), der Schulkonferenz (§47 SchG), des Elternbeirats (§57f SchG) und der SMV (§§62-70 SchG). Wesentlich ist zudem die Konferenzordnung. Innerhalb des dadurch bestimmten Rahmens üben die Gremien und Einzelpersonen ihre Mitbestimmungsmöglichkeiten und
die Führungskräfte ihre Leitungsaufgaben verantwortungsvoll aus. Die Führungsstruktur ist dazu in einem Linienmodell organisiert.
Schulleitung ist Teamarbeit. Der Schulleiter leitet mit seinem Stellvertreter, unterstützt von der Gesamtlehrerkonferenz (vgl. §41 SchG) und den Abteilungsleitern, gemäß den Führungsgrundsätzen die Schule. Dazu gehört das Entwickeln und Verfolgen von Visionen und Perspektiven ebenso wie das Umsetzen von Alltagsmaßnahmen zur Umsetzung der Schulziele.

Zur Personalentwicklung führt er möglichst alle drei Jahre ein Mitarbeitergespräch (Kennenlerngespräch, Perspektivgespräch). Zur schulinternen Kommunikation pflegt er einen 14-tägigen jour fixe mit dem ÖPR, einen wöchentlichen mit der Schulsozialarbeiterin sowie einen monatlichen mit der Elternbeiratsvorsitzenden. Mit der SMV gibt es anlassbezogene Treffen und zahlreiche informelle Gespräche.

Involviert ist er auch in die Lösung gravierender Konlikte (vgl. etwa Zuständigkeit und Verantwortlichkeit (Indikator für Schulziele 1, 4), wobei er sowohl die Rollen des Moderators als auch des Beurteilers ausfüllt.
Um die Aufgaben erfüllen zu können, bedarf es der Teamarbeit und weiterer Führungskräfte, die hier kurz beschrieben werden.

Das Schulleitungsteam (SLT, oft nur LT) besteht aus SL, stv. SL und den vier AL sowie beratend der BfC, wenn es der Thematik dient. Es bildet das zentrale Leitungsgremium und tagt in der Regel wöchentlich von 15.45 bis max. 18.00 Uhr. Termine und Tagesordnung werden gemeinsam festgelegt. Die Protokolle werden im Schulverwaltungsnetz unter AL/LT-Protokolle gespeichert. Zur Teambildung und Erarbeitung grundlegender Themen tagt es (ohne BfC) jährlich im Herbst in einer zweitägigen Klausurtagung auf der Höri oder nimmt an einer 2,5-tägigen Teamfortbildung auf der Comburg teil.

Jeder Abteilungsleiter (AL) ist für zwei Jahrgangsstufen sowie einige Fachbereiche verantwortlich, die mit seinen eigenen Fächern affin sind. Ziel ist, den Abteilungsleitern auch zunehmend Personalverantwortung zu geben, etwa bei der Auswahl von Fortbildungen bis hin zu Mitarbeitergesprächen. Grundlegende Perspektivgespräche oder Personalgespräche zu außergewöhnlichen Situationen verbleiben beim Schulleiter. Die Verantwortung für je zwei Jahrgangsstufen führt dazu, dass die AL in engem Kontakt mit den hier unterrichtenden Klassen- und Fachlehrern stehen, die (positiv wie negativ) auffälligen Schülerinnen und Schüler sowie die Situation in den Klassen kennen. So können sie rasch und zielgerichtet unterstützen und auch im Rahmen des Stufenplans bei Konfliktfällen angemessen reagieren. Die Verantwortung für Fachschaften dient der Schulentwicklung, da die AL einen Blick auf Aus- und Fortbildung, Personalentwicklung, Unterrichtsqualität und Ausstattung der Fachschaften haben und so den Schulleiter entsprechend unterstützen und beraten können. Damit sind die AL in einer vertikalen Linie verantwortlich (Klassenstufen) sowie in einer horizontalen über die Jahrgangsstufen hinweg (Fachschaften). Eine Abteilungskonferenz, der sie vorstehen, kann entweder die Fachlehrer, die in den entsprechenden Klassenstufen unterrichten, umfassen oder die Fachlehrer der entsprechenden Fachschaften.

Somit sind bedarfsgerechte und ressourcenschonende Konferenzen möglich, welche nur die jeweils betroffenen Lehrkräfte integrieren. Die Eröffnungskonferenz (am letzten Freitag in den Sommerferien) beginnt als GLK und wird als Abteilungskonferenz nach Jahrgangsstufen fortgesetzt. Sie dient dazu, wesentliche Informationen auszutauschen und sich über grundlegende Prinzipien für das beginnende Schuljahr zu verständigen. Der Nachmittag ist für Teamsitzungen (z. B. Kernteams, Fachteams einzelner Klassenstufen, Einführung neuer Lehrkräfte) reserviert.

Die Fachschaftsleiter (vgl. Aufgabenbeschreibung) sind für die Koordination und Weiterentwicklung der Fachschaftsarbeit und des Fachunterrichts mit verantwortlich. Sie werden mit Zustimmung des Schulleiters i.d.R. von den Fachschaften gewählt.

Problematisch ist die Diskrepanz zwischen einerseits den Aufgaben der unteren Führungsebene und der geringen zeitlichen Entlastung andererseits. Idealerweise sichern sie jedoch nicht nur die verantwortungsvolle Etatverwaltung und Ausstattung, sondern sorgen auch für die Kommunikation innerhalb der Fachschaft sowie mit dem SLT und tragen zur Qualitätsverbesserung bei, indem sie z. B. auf einen Konsens bei der Unterrichtsgestaltung, der Leistungsbewertung drängen sowie auf die Umsetzung von Konferenzbeschlüssen achten sowie diese im Schulportfolio dokumentieren. Auch hier gilt, dass angesichts knapper Ressourcen Aufgaben innerhalb der Fachschaft verteilt oder rollierend übernommen werden sollen.

Mindestens einmal jährlich findet eine Fachschaftsleiterkonferenz statt, u.a. zur Etatverwaltung und Absprache zentraler Themen. Geplant ist, alle zwei Jahre eine ein- oder zweitägige Klausurtagung zusammen mit dem Schulleiter durchzuführen, die bereits einmal als Wunschkurs auf der Comburg stattgefunden hat. Darüber hinaus sind zentrale oder schulinterne Fortbildungsangebote notwendig, an denen bedarfsgerecht zumindest einzelne Fachschaftsleiter teilnehmen.

Aufgabenbeschreibung Fachschaftsleitung

Leitlinien zur Wahl des Fachschaftsleiters

Der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung einzelner Projekte dienen Arbeits-, bzw. Projektgruppen. Sie werden in der GLK eingesetzt und arbeiten bis zum Abschluss des Projekts zusammen. Über ihre Ergebnisse informieren sie die GLK, die i. d. R. über weitere Konsequenzen befindet. In den letzten Schuljahren haben u.a. gearbeitet:
l Pädagogischer Schulhausbau (seit 2013/14)
l Pädagogischer Tag zum Umgang mit Heterogenität (2013/14)
l Klassenrat (2013/14)
l Streitschlichtermodell (2013)
l Umgang mit Störungen im Unterricht (2012/13)
l Soziales Lernen in der Unterstufe
l Einführen von Kernteams
Zur Koordination der Suchtprävention gibt es eine Steuergruppe, welche die Suchtpräventionslehrerinnen leiten. Ebenso gibt es eine kommunale Steuergruppe zur Planung des Schulcampus Gymnasium/Realschule sowie der Generalsanierung. Darüber hinaus gibt es keine feste Steuergruppe, da das LT weitgehend diese Aufgaben übernommen hat. Problematisch waren früher die Kompetenzfrage dieser Gruppe sowie die Doppelbelastung von Führungskräften. Die neue
Struktur trägt zur Effektivität und zum sparsamen Ressourceneinsatz erheblich bei. Die Partizipation von Lehrkräften bleibt darüber hinaus über die Fachschaften, Projektgruppen - etwa zum Schulbau - und den ÖPR gegeben.
Zur Klassenführung unverzichtbar sind Klassenlehrer(-tandems oder-teams). Ziel ist die Arbeit in Teams zu erledigen, um angesichts der knappen Ressorcen Aufgaben verteilen zu können. Zur Unterrichtsverbesserung und Optimierung der eigenen Arbeit dienen Jahrgangsstufenteams, die ein Fach parallel mit vergleichbarem Inhalt und vereinbarten Standards der Leistungsmessung unterrichten. Diese Teams werden bei der Deputatsplanung bevorzugt, erhalten also primär die gemeinsam gewünschte Klassenstufe.
Für zahlreiche Sonderaufgaben fungieren einzelne Lehrkräfte als Ansprechpartner, wofür sie teilweise Ermäßigungsstunden erhalten, die wenigstens einen Teil des Aufwands ausgleichen. Auch sie sind mit ihrem Aufgabenbereich einem Mitglied des Schulleitungsteams zugeordnet, was der Geschäftsverteilungsplan abbildet.

 

Zeitungsbericht zum Thema Fremdevaluation