Thema “Achtsamkeit und Kommunikation”

Thema “Achtsamkeit und Kommunikation”

Achtsamkeit sich selbst und dem anderen gegenüber als Basis für Kontakt und damit als Grundvoraussetzung für gelingendes Arbeiten und Lernen.

Diese Einsicht und Überzeugung war für zwanzig Kollegen und Kolleginnen Anlass genug, sich auf freiwilliger Basis zur schulinternen Lehrerfortbildung in zwei Modulen für jeweils drei Stunden an zwei Nachmittagen anzumelden.

Am ersten Nachmittag, am Donnerstag, 6. Oktober 2011, stellt die Referentin Beate Sucher (Supervisorin DGSv, Organisationsberaterin) den personzentrierten Ansatz von Carl R. Rogers als einen Ansatz innerhalb der humanistischen Psychologie vor.
Im anschließenden Gespräch und im Austausch in Kleingruppen diskutierten Kollegen und Kolleginnen vor allem darüber, wo und wie im schulalltag dieser Ansatz Relevanz hat oder haben könnte. Vor allem die Frage, ob dieser Ansatz und die damit verbundene Haltung nicht auch und gerade in konfliktreichen Situationen tragend sein könnten, wurde intensiv besprochen.

Der zweite Nachmittag am 20. Oktober 2011 galt der „gewaltfreien, wertschätzenden Kommunikation Marshall B. Rosenbergs sowie dem „inneren Team“ von Friedemann Schulz von Thun. In zahlreichen Übungen wurde nach kurzen inhaltlichen Impulsen die gewaltfreie und wertschätzende Kommunikation eingeübt.

Bei beiden Ansätzen spielen die bedingungslose Akzeptanz, die akkurate Empathie, die Transparenz und die Beobachtung jenseits von Be- und Verurteilung eine große Rolle.
Vor allem Letzteres ist im Bereich der Schule ein ungewohnter Ansatz, der durchaus eine Herausforderung und Provokation bedeutet, der sich die Kollegen und Kolleginnen stellten.

Auf allgemeinen Wunsch der Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Fortbildung hin, wird es einen weiteren Nachmittag geben, an dem diese Haltungen in Rollenspielen und mit anderen Übungen wiederholt und gefestigt werden sollen.

Die Tatsache, dass Sprache Wirklichkeit schafft und Beziehungen prägt, haben sich wohl alle durch diese beiden Nachmittage einmal mehr ins Bewusstsein gehoben und wir sind uns erneut der daraus resultierenden Verantwortung bewusst geworden.

pa200093_lbb pa200092_lbb pa200091_lbb