Thema “Elterngespräche führen”

Thema “Elterngespräche führen”

Workshop – Elterngespräche führen

Gemeinsam auf dem Weg zu einem gelingenden Miteinander und zu mehr Professionalität und Qualität

Seit dem Schuljahr 2011/2012 werden am Gymnasium Überlingen schulinterne Lehrerfortbildungen angeboten, bei denen interessierte Kolleg/-innen ihre Art zu interagieren reflektieren und neue Möglichkeiten der Kommunikation und der Begegnung kennen lernen, ausprobieren und einüben.

In diesem Jahr beschäftigte sich eine Gruppe von 11 Kolleg/-innen, angeleitet von Frau Simone Seelhorst, mit dem Thema „Elterngespräche führen“. Der Ansatz und die Grundhaltung, die im Grunde genommen alle Fort- und Weiterbildungen trägt, ist der „Personzentrierte Ansatz“ von C. Rogers und die „Wertschätzende Kommunikation“ von M. Rosenberg.

In zwei Gruppen erstellten die Teilnehmer/-innen zunächst ein so genanntes „Inneres Team“ für eine Mutter oder einen Vater und für einen Lehrer oder eine Lehrerin. Dass bei beiden Gesprächspartnern ganz ähnliche Regungen, Gedanken, Befürchtungen, Vorsätze usw. da sind und dass beiden die Entwicklung des Kindes ein Anliegen sind, eröffnet eine solide Basis für ein Elterngespräch. Nach kurzen Erläuterungen zu den Phasen von Elterngesprächen und zum Thema „kooperative Elterngespräche führen“ sowie zum „aktiven Zuhören“ und zu „offenen Fragen“ folgte eine Übungsphase. In ABC-Gesprächen, einer speziellen Art von Rollenspielen, übten dann die Teilnehmer/-innen Elterngespräche. Sie wählten eine von fünf verschiedenen Situationen aus und führten dazu ein Elterngespräch, indem jemand die Rolle eines Elternteils (A), jemand die Rolle des Lehrers bzw. der Lehrerin (B) und jemand die Beobachterrolle (C) übernahm.

Nach 10 Minuten wurde das Gespräch unterbrochen, die Gesprächsteilnehmer wechselten die Plätze und tauschten dann 5 Minuten ihre Beobachtungen aus, selbstverständlich wertfrei, ganz der Haltung Rosenbergs entsprechend.

Im neuen Jahr, so der Wunsch, der aus der Gruppe heraus formuliert worden ist, soll es eine schulinterne Fortbildung zum Thema „Körpersprache geben“.

Der fachliche und pädagogische Austausch unter Kolleg/-innen wird von den Teilnehmer/-innen als sehr gewinnbringend und hilfreich erlebt, Anlass für den Schulleiter Hans Weber, solche Fortbildungen auch weiterhin möglich zu machen und zu unterstützen.