Jugend forscht

Jugend forscht

jugendIm September geht's nach Berlin zur Ehrung durch die Bundeskanzlerin höchstpersönlich. Und wenn Angela Merkel ehrt, muss eine entsprechende Leistung dahinter stecken. In diesem Fall ist es der Wettbewerb „Jugend forscht“ und ein Bundessieg beziehungsweise zweiter Platz auf Bundesebene – beide gingen nach Überlingen. Den Bundessieg gab es für die beste interdisziplinäre Arbeit: Das Projekt „Power to Gas“ entwickelte eine Technik, die überschüssigen elektrischen Strom durch Sonne und Wind für einen späteren Bedarf speichert. Den zweiten Platz machten ebenfalls Überlinger Schüler im Fachgebiet Technik, sie überzeugten die Jury mit einem multifunktionalen Roboter.
Bevor die Bundeskanzlerin gratuliert, gab es im Überlinger Rathaus Lob und Geschenke, übergeben von Oberbürgermeisterin Sabine Becker und einigen Stadträten. Aus terminlichen Gründen der Schüler konnte der Empfang im Rathaus erst jetzt stattfinden, bereits seit Mai stehen die Schüler als Sieger im Wettbewerb fest.

Die Sieger Jakob Dichgans, Lumen Haendler, Daniel Riester, Julian Mock und Johannes Bier – David Lippner konnte nicht anwesend sein – erzählten von ihren Beweggründen und ihrer Motivation für ihr Projekt. Über die Frage der Oberbürgermeisterin, ob sie denn schon Aufträge von der Industrie hätten, konnten sie aber nur herzlich lachen. Dennoch sind hier die Grundsteine viel versprechender Karrieren möglicherweise schon gelegt.
Bruno Kolb, der das Projekt begleitete, sprach von einer ungeheuren Disziplin der jungen Männer, über drei Jahre beharrlich an einem solch umfangreichen Projekt gearbeitet zu haben. Zwei von drei angesprochenen Schülern erklärten, dass sie in der Region bleiben wollen, um in den Gebieten Medizintechnik und Luft- und Raumfahrt eine berufliche Laufbahn einzuschlagen.

Konstanze Nickolaus vom Schülerforschungszentrum Baden-Württemberg machte den jungen Männern, die sich sichtlich über die Anerkennung der Stadt freuten, Hoffnung auf den europäischen Wettbewerb, der in Mailand stattfindet und bei dem sie natürlich antreten werden.